
Die Lügen des G.W.Bush:
„Wir werden eine freiere, sicherere und friedlichere Welt für die hinterlassen, die uns folgen.“
Das hier präsentierte Selbstverständnis George Bushs und seiner Administration steht, wie wir mittlerweile wissen, in krassem Gegensatz zur Realität. Gibt sich George Bush doch in der Tradition friedliebender Politiker und werden die Anschuldigungen gegen ihn und seine Administration als Kriegsverbrecher immer konkreter.
Kriegsverbrechen werden seit dem Zweiten Weltkrieg als Verstoß gegen die Genfer Konventionen bzw. die Haager Landkriegsordnung definiert. Als Verstöße werden hierbei unter anderem die gezielte Tötung und Folter von Zivilisten und Gefangenen gewertet. Nun befinden sich die USA seit dem 11. September 2001 im selbst erklärten „War on Terror“, was zu den Invasionen in Irak und Afghanistan geführt hat.
Doch gerade der mit inszenierten Beweisen gerechtfertigte Angriff auf den Irak hatte seitdem zahlreiche Kriegsverbrechen zur Folge, wie die Misshandlung der Gefangenen im irakischen Gefängnis Abu Ghuraib unter anderem zeigt. Zahlreiche Berichte aus dem Irak zeigen, dass sich die US-Armee mit Verstößen gegen die Genfer Konventionen strafbar gemacht hat. Doch untersteht das Militär nicht dem Präsidenten? Sind die verurteilten Soldaten nicht lediglich Bauernopfer, um die Verantwortung von den Schultern der Bush-Administration zu nehmen, indem diese Taten zu Einzelfällen erklärt werden?
Sieht man sich darüber hinaus die Situation in Guantanamo an, so muss man erkennen, dass George Bush als oberster Befehlshaber für die dort begangenen Kriegsverbrechen durchaus die Verantwortung trägt. Schließlich agiert das Militär im Namen des Präsidenten und mit dessen Schutz. Schließlich sind die Informationen, die von den Gefangenen durch Folter erzwungen wurden, ein zentrales Moment in der Bush‘schen Propaganda, die lediglich dazu dient, die menschrechtsverachtende und kriminelle Politik zu rechtfertigen. Außerdem rühmt sich die Regierung mit dem erfolgreichen Vorgehen der CIA in Guantanamo. Nun gibt es zahlreiche Hinweise, die Bush als Kriegsverbrecher entlarven, doch hat die Administration dafür gesorgt, dass in diesem Fall Immunität für die potentiell Verantwortlichen gilt.
Verbrechen gegen die Menschlichkeit
So wurde der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sogar als Kriegsverbrecher angezeigt, leider waren diese Anzeigen jedoch nur symbolischer Natur. Doch ist die Bush-Administration überhaupt strafrechtlich verfolgbar?
Dass Anklagen vor ausländischen Gerichten nicht relevant für die verbrecherische US-Regierung sind, ist nachvollziehbar, unterstehen sie doch lediglich dem US-amerikanischen Recht und scheren sich zusätzlich selten um das Völkerrecht. Jedoch sieht das US-amerikanische Recht eben vor, dass Kriegsverbrechen in strafrechtlichen Verfahren geahndet werden. So können nämlich neben den militärgerichtlichen Verfahren auch strafrechtliche angesetzt werden. Dies wurde 1996 im War Crimes Act (dt.: Kriegsverbrechergesetz), der eine breite Mehrheit im Repräsentantenhaus und Senat fand, kodifiziert. Zu diesem Zeitpunkt ahnte allerdings weder die republikanische Mehrheit, noch irgendwer sonst, dass knapp zehn Jahre später dieser Act auf die Taten der Regierung anzuwenden sei. Natürlich befand sich dieser Act auch im Bewusstsein der Bush-Administration, so dass diese einen Weg finden musste sich der strafrechtlichen Verfolgung zu entziehen. Bereits im Januar 2002 war der damalige US-Justizminister Alberto Gonzales besorgt bzw. wurde dafür bezahlt sich Sorgen darum zu machen, dass der Präsident dank dieses Acts rechtskräftig verurteilt werden könnte:
„Es ist schwierig die Beweggründe von Staatsanwälten und unabhängigen, juristischen Beratern einzuschätzen, die sich in der Zukunft dazu entscheiden könnten ungerechtfertigte Anklagepunkte vor Gericht anzuführen.“
Quelle: Ostate

